Dr. Carsten Schucht

Dr. Carsten Schucht ist auf das Produktsicherheits- und Produkthaftungsrecht einerseits und das Arbeitsschutzrecht andererseits spezialisiert. Produktsicherheitsrechtlich berät er internationale und nationale Hersteller, Importeure und Händler von Konsum- und Investitionsgütern im gesamten Non-Food-Bereich zu allen Compliance-Themen. Er wehrt zudem produkthaftungsrechtliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche ab und koordiniert weltweite Rückrufe bzw. begleitet entsprechende Sicherheitswarnungen.
Dr. Carsten Schucht berät innerhalb des Produktrechts umfassend zum öffentlichen Recht (Produktsicherheitsrecht) und Zivilrecht (Produkthaftungsrecht). Daneben ist er ausgewiesener Experte im Arbeitsschutzrecht. Zu seinen Mandanten zählen internationale und nationale Hersteller, Importeure und Händler von Verbraucherprodukten (B2C-Produkten) und Nicht-Verbraucherprodukten (B2B-Produkten). Produktsicherheitsrechtlich befasst er sich besonders mit der Prüfung der Verkehrsfähigkeit von CE-gekennzeichneten Produkten im europäischen Binnenmarkt und dem Aspekt der Product Compliance. Im Falle von Produktbeanstandungen durch europäische und/oder deutsche Marktüberwachungsbehörden unterstützt er seine Mandanten im betreffenden Marktüberwachungsverfahren und gegebenenfalls vor dem zuständigen Verwaltungsgericht. Als Experte für RAPEX-Risikobewertungen ist er in der Lage, ad hoc etwaige Produktrisiken sachgerecht zu ermitteln und die daraus folgenden rechtlichen Konsequenzen zu bestimmen. Produkthaftungsrechtlich wehrt Dr. Carsten Schucht Ansprüche von Geschädigten auf Schadensersatz und Schmerzensgeld ab, und zwar außergerichtlich und – soweit erforderlich – vor dem zuständigen Zivilgericht. Bei produkthaftungsrechtlich relevanten Produktrisiken gestaltet er (weltweite) Rückrufe aus, wickelt diese sodann ab und begleitet entsprechende Sicherheitswarnungen. Er weiß aufgrund seiner produktrechtlichen Erfahrung zudem, wie die strafrechtliche Produktverantwortung ohne Rechtsrisiken wahrgenommen werden kann. Im Übrigen berät Dr. Carsten Schucht zu allen arbeitsschutzrechtlichen Fragen, wobei seine Schwerpunkte diesbezüglich im Betriebssicherheits- und Arbeitsstättenrecht liegen.
  • Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hannover, der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der Universität Mannheim und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Allgemeine und Vergleichende Staatslehre (Prof. Dr. Oliver Lepsius) der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth
  • Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg mit Stationen u.a. beim Bundesministerium des Innern in Berlin und bei der Allianz Deutschland AG in München
  • 2009 Promotion zum Dr. iur. mit  einem polizeirechtlichen Thema
  • ab 2010 Rechtsanwalt in einer internationalen Wirtschaftskanzlei im Bereich der Produktsicherheit, Produkthaftung und des Arbeitsschutzes am Standort München
  • ab 2010 Herausgeber und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu produktsicherheits-, produkthaftungs- und arbeitsschutzrechtlichen Themen
  • ab 2010 Referent für produktsicherheits-, produkthaftungs- und arbeitsschutzrechtliche Themen insbesondere auf Fachkonferenzen und in Seminaren
  • 2019 Gründungspartner der Produktkanzlei
Sprachen: Deutsch, Englisch
Das vollständige Schriftenverzeichnis von Dr. Carsten Schucht finden Sie hier.  

Ausgewählte Veröffentlichungen:
  • Online-Händler, Fulfilment-Dienstleister und Verkaufsplattformen im Fokus der EU-Marktüberwachungsverordnung, CB 2020, S. 194 ff.
  • Produktrecht im Pandemiemodus – Schutzmasken als Compliance- und Haftungsrisiko?, NJW 2020, S. 1551 ff.
  • Produkt-Zertifikate beim Warenvertrieb – Risikosteuerung und Rechtspflicht, NJW 2019, S. 1335 ff.
  • Die europäische Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung – Compliance-Herausforderung für die Elektroindustrie (mit Stephanie Heß), CB 2019, S. 61 ff.
  • Produktkombinationen („combined equipment“) als Gegenstand des Produktrechts: Begriffsbestimmung, Herausforderungen und Lösungen, PHi 2019, S. 20 ff.
  • Die Digitalisierung des Produktrechts durch den Online-Handel. Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven, BB 2019, S. 135 ff.
  • Kommentierungen zur Arbeitsstättenverordnung, in: Norbert Kollmer/Bernd Wiebauer/Carsten Schucht, ArbStättV. Arbeitsstättenverordnung, Kommentar, 4. Aufl. 2019
    • § 4 [Besondere Anforderungen an das Betreiben von Arbeitsstätten]; § 6 [Unterweisung der Beschäftigten]; Nr. 1 des Anhangs [Allgemeine Anforderungen]; Nr. 2 des Anhangs [Maßnahmen zum Schutz vor besonderen Gefahren]; Nr. 3 des Anhangs [Arbeitsbedingungen]; Nr. 4 des Anhangs [Sanitär-, Pausen- und Bereitschaftsräume, Kantinen, Erste-Hilfe-Räume und Unterkünfte], Nr. 5 des Anhangs [Ergänzende Anforderungen und Maßnahmen für besondere Arbeitsstätten und Arbeitsplätze]
  • Praktische Umsetzung der Maschinenrichtlinie (mit Norbert Berger), 2. Aufl. 2019, 1. Aufl. 2016
  • Produktsicherheit durch Kennzeichnung, DÖV 2018, S. 431 ff.
  • Sollbruchstellen und Fortschritte im Marktüberwachungsrecht. Eine produktsicherheitsrechtliche Bestandsaufnahme nach den jüngsten Gesetzesreformen, NVwZ 2018, S. 538 ff.
  • Moderne Mobilität im Fokus des europäischen Technikrechts: Herausforderungen, Schnittstellen und Weichenstellungen, EuZW 2018, S. 141 ff.
  • Organpflichten und Organhaftung im Produktsicherheits- und Produkthaftungsrecht (mit Dr. Sebastian Fischer), BB 2018, S. 67 ff.
  • Der Rückruf im öffentlichen Produktrecht – Eine Analyse der Ausdehnung einer wirtschaftsverwaltungsrechtlichen Gefahrabwendungsmaßnahme, DVBl. 2017, S. 1129 ff.
  • Produktsicherheit durch Information, NVwZ 2017, S. 434 ff.
  • Gebrauchsanleitungen im Spiegel von Gesetz, Normung, Leitlinien und Rechtsprechung, NJW 2016, S. 3681 ff.