Dr. Gerhard Wiebe

Dr. Gerhard Wiebe ist auf die Beratung zu Product-Compliance-Themen spezialisiert. Er berät internationale und nationale Hersteller, Importeure und Händler von Non-Food-Produkten (Konsum- und Investitionsgüter), zum Produktsicherheits- und Produkthaftungsrecht. Neben klassischen produktrechtlichen Aspekten nimmt Dr. Wiebe bei digitalen Produkten insbesondere auch die stetig wachsenden IT-sicherheitsrechtlichen Produktanforderungen in den Blick.
Dr. Gerhard Wiebe ist Experte auf dem Gebiet des Produktrechts. Er berät internationale und nationale Hersteller, Importeure und Händler von Verbraucherprodukten und Arbeitsmitteln bei der Sicherstellung der Product Compliance. Dabei unterstützt er seine Mandanten bei der Einhaltung der rechtlichen Anforderungen an Produkte, um sie auf dem deutschen Markt sowie im europäischen Binnenmarkt rechtssicher bereitstellen zu können. Gerät ein Produkt ins Visier der Marktüberwachungsbehörden, steht er in Marktüberwachungsverfahren sowie in etwaigen verwaltungsgerichtlichen Auseinandersetzungen mit Rat und Tat an der Seite seiner Mandanten. Ebenso vertritt er Unternehmen – sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich – bei der Abwehr von Schadensersatz und Schmerzensgeld in Produkthaftungsfällen. Zudem begleitet er die Ergreifung und Koordinierung von Abhilfemaßnahmen, wie etwa Produktrückrufen, zur Bewältigung von Produktrisiken, auch unter Berücksichtigung möglicher strafrechtlicher Produktverantwortung. Ferner gehört die rechtliche Beratung beim Aufbau und bei der Optimierung organisatorischer Product-Compliance-Strukturen zu seinem Tätigkeitsprofil. Daneben befasst sich Dr. Wiebe mit europa-, verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Fragestellungen, wobei das Informationsfreiheitsrecht zu seiner besonderen Expertise gehört.
  • Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Umweltrecht (Prof. Dr. Michael Kotulla, M.A.) sowie am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, insbesondere Wirtschaftsstrafrecht (Prof. Dr. Andreas Ransiek, LL.M.) der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld
  • Referendariat am Landgericht Bielefeld mit Stationen u.a. beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sowie bei einer internationalen Wirtschaftskanzlei in Sydney
  • ab 2016 regelmäßige Veröffentlichungen zu produktrechtlichen Themen
  • 2017 Promotion zum Dr. iur. mit einem produktrechtlichen Thema; ausgezeichnet mit dem Nachwuchsförderpreis Verbraucherforschung 2017 des KVF NRW
  • ab 2018 Rechtsanwalt in einer Big Four-Rechtsanwaltsgesellschaft in den Bereichen des Öffentlichen Wirtschaftsrechts sowie des Produktrechts an den Standorten Bielefeld, Hamburg und Berlin
  • ab 2021 Rechtsanwalt bei der Produktkanzlei
Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch
  • IT-sicherheitsbezogene Pflichten von Herstellern smarter Produkte, InTeR 2021, S. 66 ff.
  • Umweltproduktrecht – Konturen, Systematik und praktische Bedeutung, NuR 2021, S. 307 ff.
  • Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie im Produktsicherheitsrecht (mit Dennis Hillemann), CB 2020, S. 455 ff.
  • Die neue EU-Marktüberwachungsverordnung, in: Corporate Legal Insights/Deutsches Institut für Rechtsabteilungen und Unternehmensjuristen GmbH/KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbH/KPMG AG (Hrsg.), Produkt Compliance 2020 – Strategische, nachhaltige Einbindung der Produkt Compliance in Unternehmen, S. 148 ff.
  • Anmerkung zu BVerwG Urteil vom 30.01.2020 – 10 C 10.19 u. 18.19: Zugang zu Unterlagen der BaFin, ZD 2020, S. 479 f.
  • Rundfunkrechtlicher Auskunftsanspruch gegen Bundesbehörden, ZUM 2020, S. 39 ff.
  • Produktsicherheitsrechtliche Pflicht zur Bereitstellung sicherheitsrelevanter Software-Updates, NJW 2019, S. 625 ff.
  • Der Geschäftsgeheimnisschutz im Informationsfreiheitsrecht unter besonderer Berücksichtigung des Gesetzes zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, NVwZ 2019, S. 1705 ff.
  • Anwendung des Produktsicherheitsrechts auf Verkaufsplattformbetreiber und Fulfillment-Center, NJOZ 2017, S. 1178 ff.
  • Unternehmerfreiheit versus Verbraucherschutz – Das Verhältnis zwischen Unternehmerfreiheit und Verbraucherschutz im Spiegel des öffentlichen Verbraucherschutzrechts, 2017
  • Das Recht der Verbraucherinformationen im Lichte der BGH-Rechtsprechung zur Gestaltung von Widerrufsinformationen, StoffR 2017, S. 143 ff.
  • Das neue Tabakerzeugnisgesetz: verbrämter Paternalismus oder Stärkung des Verbraucherschutzes?, GewArch 2016, S. 456 ff.
  • Öffentlich-rechtlicher Verbraucherschutz – Porträt eines (eigenständigen) Rechtsbereichs, GewArch 2016, S. 138 ff.